Impressum & Datenschutzerklärung

für die Lehr- und Lernanwendung KoALa

Stand: 17. April 2023

 

Inhalt

1 Allgemeine Informationen und Impressum

2 Datenerfassung in der Lehr- und Lernanwendung KoALa
    2.1  Operative Daten (im technischen Betrieb der Webplattform)
    2.2  Im KoALa-System gespeicherte Daten
    2.2.1 Daten zur Authentifizierung und Autorisierung
        2.2.2 Stammdaten der Nutzer
        2.2.3 Daten, welche durch die Nutzung des Systems anfallen

3 Sonstiges
    3.1 Nutzung von Local-Storage-Techniken

    3.2 Ihre grundsätzlichen Rechte in Bezug auf durch uns als Verantwortliche erhobene Daten

1 Allgemeine Informationen und Impressum

KoALa wird als Lehr- und Lernanwendung der Hochschule für Musik Freiburg betrieben.

Kontaktdaten:
Hochschule für Musik Freiburg
Mendelssohn-Bartholdy-Platz 1
D-79102 Freiburg i. Brsg.
Telefon: (0761) 3 19 15 - 0
Telefax: (0761) 3 19 15 - 42
Technischer Kontakt: e-learning-support@mh-freiburg.de
Internet: 
https://www.mh-freiburg.de
Lernanwendung: 
https://koala-app.de


Die Hochschule für Musik Freiburg ist eine Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Sie wird durch ihren Rektor gesetzlich vertreten.


Haftungshinweis
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Verantwortlich im datenschutzrechtlichen Sinne

Hochschule für Musik Freiburg
– Der Datenschutzbeauftragte –
Mendelssohn-Bartholdy-Platz 1
79102 Freiburg
Telefon: (0761) 3 19 15 - 0
eMail
datenschutz@mh-freiburg.de

 

Der Schutz Ihrer Daten ist uns wichtig, weshalb wir Daten ausschließlich auf Grundlage der gesetzlichen Bestimmungen verarbeiten. Ihnen stehen die Rechte auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung, Datenübertragbarkeit, Widerruf und Widerspruch zu. Der exakte Umfang dieser Rechte ist unter Abschnitt 3.2 auf dieser Seite beschrieben.

2 Datenerfassung in der Lernanwendung KoALa

2.1 Operative Daten, die durch den technischen Betrieb als Webplattform anfallen

Die Lernanwendung KoALa wird unter Verwendung der webbasierten Software KoALa (https://github.com/KoALa-MHF/koala-app) betrieben. Im Betrieb des Webservers (nginx) fallen hierbei Logdateien an, in welchen die folgenden personenbezogenen Daten abgespeichert werden:

·       Datum des Zugriffs

·       IP-Adresse der Nutzer

·       Die gesamte an den Server gesendete Anfrage (URL und Querystring) und die übertragene Datenmenge

·       Datum und Uhrzeit des Aufrufs

·       Browsersoftware und Version (soweit sie von der Browsersoftware des Nutzers übermittelt wurde).

 

Daneben erzeugt die Software KoALa Logdateien, welche die im Folgenden aufgeführten personenbezogenen Daten erfassen:

2.2 Im KoALa-System gespeicherte Daten

2.2.1 Daten zur Authentifizierung und Autorisierung

Um KoALa zu nutzen, muss sich ein Anwender am Dienst authentifizieren. Durch die Authentifizierung werden Zuordnungen von Inhalten der Lernanwendung zu Teilnehmer*innen gewährleistet. Die Authentifizierung geschieht entweder durch ein Benutzerkonto, in dem Stammdaten verwaltet werden oder über eine temporär erstellte Kennung zwischen der KoALa-Software und dem Browser des Nutzers (Device-ID). In den beiden Fällen fallen unterschiedliche personenbezogene Daten an.

 

Benutzerkonto

Nutzer*innen haben die Möglichkeit ein Benutzerkonto zu erstellen. Entweder, indem sie sich über einen Authentifizierungsdienst anmelden (siehe Shibboleth) oder indem sie sich direkt im KoALa-System ein Benutzerkonto angelegen. Ein Benutzerkonto enthält die folgenden Felder:

     Vorname

     Nachname

     Benutzername*

     User-ID (automatisch generiert)

     Institution

     Passwort*

     eMail-Adresse*

 

Die mit Stern versehenen Felder sind Pflichtfelder, die für die Nutzung der KoALa-Lernanwendung nötig sind. Alle Felder bis auf die User-ID unterliegen der Kontrolle der Nutzer*innen und können von ihnen verändert und gelöscht werden.

 

Ein Benutzerkonto kann jederzeit vom Benutzer gelöscht werden. Alle erfassten Daten werden dabei gelöscht. Die mit der User-ID verknüpften Objekte werden durch die Löschung anonymisiert (siehe 2.2.2).

 

Shibboleth

Nutzer haben die Möglichkeit sich über Shibboleth zu authentifizieren und darüber ein Benutzerkonto für KoALa zu erstellen. Shibbloleth dient der Bereitstellung eines Single-Sign-On zur Anmeldung und Nutzung von KoALa. Bei jeder Anmeldung über Shibboleth werden die übermittelten Nutzerdaten im Benutzerkonto abgeglichen. Es werden dabei folgende Attribute verarbeitet:

     Vorname

     Nachname

     User-ID

     Institution

     eMail-Adresse

 

Authentifizierung ohne Benutzerkonto

Nutzer*innen können auch ohne ein Benutzerkonto an Sessions teilnehmen. In diesem Fall wird zur Zuordnung von Inhalten einer Session zu bestimmten Nutzer*innen eine temporäre Authentifizierung über die Device-ID hergestellt. Die Device-ID ist nur temporär gültig und wird in der Regel innerhalb von 24 Stunden ungültig. Eine dauerhafte Verknüpfung von in KoALa gespeicherten Daten mit temporär authentifizierten Nutzer*innen ist nicht möglich.

 


2.2.2 Daten welche durch die Nutzung des Systems anfallen
Durch die Nutzung der KoALa-Lernanwendung fallen weitere Daten an, die in der Datenbank abgespeichert werden. Durch die Erstellung von und die Teilnahme an Sessions entsteht eine Zuordnung von User-ID und der Objekt-ID der jeweiligen Objekte (Sessions, Annotationen und Marker) in der Lernanwendung. Diese Zuordnung wird in einer Datenbank gespeichert.

 

Anonymisierung von Daten

Jeder angemeldete Nutzer sieht eine Liste der Sessions, an denen er als Ersteller oder Teilnehmer beteiligt war. Alle Teilnehmer haben die Möglichkeit ihre Teilnahme an einer Session zu beenden, oder eine erstellte Session zu löschen. Damit werden die Verknüpfungen zwischen User-ID und Objekt-IDs entfernt und die Daten, die in der Session angefallen sind, werden somit anonymisiert. Ein harte Löschung aus dem System ist nur mit noch nicht anonymisierten Daten und auf schriftliche Anfrage hin möglich, da bereits anonymisierten Daten nicht auf die ursprünglichen Nutzer*innen zurückverfolgt werden können.

Sessiondaten
Ein angemeldeter Nutzer hat die Möglichkeit eine Session anzulegen und diese für andere Nutzer freizugeben. Diese Daten unterliegen seiner Kontrolle und können jederzeit eigenständig verändert oder gelöscht werden.

Annotationen
Der Nutzer kann als Teilnehmer einer Session Audiodateien annotieren. Diese Daten unterliegen seiner Kontrolle und können jederzeit selbstständig gelöscht werden (siehe Anonymisierung von Daten).

Im Rahmen der Teilnahme an Prüfungen unter Verwendung von KoALa werden Annotationen im System gespeichert und können nur vom Dozierenden bzw. einem Systemadministrator gelöscht werden (soweit dies den rechtlichen Vorgaben für Prüfungen entspricht).

 

3 Sonstiges

3.1 Nutzung von Local-Storage-Techniken

Die Lehr- und Lernanwendung KoALa verwendet Local Storage-Techniken zum Austausch von Daten während einer Session. Die eingesetzten Techniken sind für das Angebot unbedingt erforderlich (vgl. § 25 TTDSG).

 

3.2 Ihre grundsätzlichen Rechte in Bezug auf durch uns als Verantwortliche erhobene Daten

Recht auf Auskunft

1) Jede betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob sie betreffende personenbezogene Daten verarbeitet werden; ist dies der Fall, so hat sie ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen Daten und auf folgende Informationen:

a) die Verarbeitungszwecke;

b) die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;

c) die Empfänger oder Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden, insbesondere bei Empfängern in Drittländern oder bei internationalen Organisationen;

d) falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;

e) das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der sie betreffenden personenbezogenen Daten oder auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;

f) das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;

g) wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;

h) das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Artikel 22 Absätze 1 und 4 DSGVO und — zumindest in diesen Fällen — aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für die betroffene Person.

(2)  Werden personenbezogene Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt, so hat die betroffene Person das Recht, über die geeigneten Garantien gemäß Artikel 46 DSGVO im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.

(3)  Der Verantwortliche stellt eine Kopie der personenbezogenen Daten, die Gegenstand der Verarbeitung sind, zur Verfügung. Für alle weiteren Kopien, die die betroffene Person beantragt, kann der Verantwortliche ein angemessenes Entgelt auf der Grundlage der Verwaltungskosten verlangen. Stellt die betroffene Person den Antrag elektronisch, so sind die Informationen in einem gängigen elektronischen Format zur Verfügung zu stellen, sofern sie nichts anderes angibt.

(4)  Das Recht auf Erhalt einer Kopie gemäß Absatz 1b darf die Rechte und Freiheiten anderer Personen nicht beeinträchtigen.

 

Recht auf Berichtigung

Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen unverzüglich die Berichtigung sie betreffender unrichtiger personenbezogener Daten zu verlangen. Unter Berücksichtigung der Zwecke der Verarbeitung hat die betroffene Person das Recht, die Vervollständigung unvollständiger personenbezogener Daten — auch mittels einer ergänzenden Erklärung — zu verlangen.

 

Recht auf Löschung

(1)  Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen zu verlangen, dass sie betreffende personenbezogene Daten unverzüglich gelöscht werden, und der Verantwortliche ist verpflichtet, personenbezogene Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:

a) Die personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig.

b) Die betroffene Person widerruft ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a DSGVO oder Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe a DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.

c) Die betroffene Person legt gemäß Artikel 21 Absatz 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder die betroffene Person legt gemäß Artikel 21 Absatz 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.

d) Die personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.

e) Die Löschung der personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem der Verantwortliche unterliegt.

f) Die personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Artikel 8 Absatz 1 DSGVO erhoben.

 

(2)  Hat der Verantwortliche die personenbezogenen Daten öffentlich gemacht und ist er gemäß Absatz 1 zu deren Löschung verpflichtet, so trifft er unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um für die Datenverarbeitung Verantwortliche, die die personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber zu informieren, dass eine betroffene Person von ihnen die Löschung aller Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt hat.

 

(3)  Die Absätze 1 und 2 gelten nicht, soweit die Verarbeitung erforderlich ist

a) zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information;

b) zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, die die Verarbeitung nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten, dem der Verantwortliche unterliegt, erfordert, oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

c) aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit gemäß Artikel 9 Absatz 2 Buchstaben h und i DSGVO sowie Artikel 9 Absatz 3 DSGVO;

d) für im öffentlichen Interesse liegende Archivzwecke, wissenschaftliche oder historische Forschungszwecke oder für statistische Zwecke gemäß Artikel 89 Absatz 1 DSGVO, soweit das in Absatz 1 genannte Recht voraussichtlich die Verwirklichung der Ziele dieser Verarbeitung unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt, oder

e) zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Eine Löschung bzw. Sperrung der Daten findet automatisch durch uns statt, sofern der Zweck der Speicherung entfallen ist oder eine durch den europäischen oder nationalen Gesetzgeber festgelegte Speicherfrist abläuft, es sei denn, dass eine Notwendigkeit der weiteren Speicherung aus gesetzlichen oder vertraglichen Gründen besteht.

 

Recht auf Einschränkung der Verarbeitung

(1)  Die betroffene Person hat das Recht, von dem Verantwortlichen die Einschränkung der Verarbeitung zu verlangen, wenn eine der folgenden Voraussetzungen gegeben ist:

a) die Richtigkeit der personenbezogenen Daten von der betroffenen Person bestritten wird, und zwar für eine Dauer, die es dem Verantwortlichen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen,

b) die Verarbeitung unrechtmäßig ist und die betroffene Person die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnt und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangt;

c) der Verantwortliche die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigt, die betroffene Person sie jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigt, oder

d) die betroffene Person Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Artikel 21 Absatz 1 DSGVO eingelegt hat, solange noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe des Verantwortlichen gegenüber denen der betroffenen Person überwiegen.

 

(2)  Wurde die Verarbeitung gemäß Absatz 1 eingeschränkt, so dürfen diese personenbezogenen Daten — von ihrer Speicherung abgesehen — nur mit Einwilligung der betroffenen Person oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.

 

(3)  Eine betroffene Person, die eine Einschränkung der Verarbeitung gemäß Absatz 1 erwirkt hat, wird von dem Verantwortlichen unterrichtet, bevor die Einschränkung aufgehoben wird.

 

Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung

(1)  Die betroffene Person hat das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die aufgrund von Artikel 6 Absatz 1 Buchstaben e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling. Der Verantwortliche verarbeitet die personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, er kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die die Interessen, Rechte und Freiheiten der betroffenen Person überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

(2)  Werden personenbezogene Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, so hat die betroffene Person das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.

(3)  Widerspricht die betroffene Person der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet.

(4)  Die betroffene Person muss spätestens zum Zeitpunkt der ersten Kommunikation mit ihr ausdrücklich auf das in den Absätzen 1 und 2 genannte Recht hingewiesen werden; dieser Hinweis hat in einer verständlichen und von anderen Informationen getrennten Form zu erfolgen.

(5)  Im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft kann die betroffene Person ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren ausüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.

(6)  Die betroffene Person hat das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, gegen die sie betreffende Verarbeitung sie betreffender personenbezogener Daten, die zu wissenschaftlichen oder historischen Forschungszwecken oder zu statistischen Zwecken gemäß Artikel 89 Absatz 1 DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen, es sei denn, die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe erforderlich.

 

Recht auf Datenübertragbarkeit

(1)  Die betroffene Person hat das Recht, die sie betreffenden personenbezogenen Daten, die sie einem Verantwortlichen bereitgestellt hat, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten, und sie hat das Recht, diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch den Verantwortlichen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern

a) die Verarbeitung auf einer Einwilligung gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a DSGVO oder Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe a DSGVO oder auf einem Vertrag gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b DSGVO beruht und

b) die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt.

(2)  Bei der Ausübung ihres Rechts auf Datenübertragbarkeit gemäß Absatz 1 hat die betroffene Person das Recht, zu erwirken, dass die personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist.

(3)  Die Ausübung des Rechts nach Absatz 1 des vorliegenden Artikels lässt Artikel 17 DSGVO unberührt. Dieses Recht gilt nicht für eine Verarbeitung, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde.

(4)  Das Recht gemäß Absatz 2 darf die Rechte und Freiheiten anderer Personen nicht beeinträchtigen.

Recht, die Einwilligung jederzeit zu widerrufen

Im Falle einer Datenverarbeitung, deren Rechtsgrundlage eine gemäß Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe a) DSGVO erteilte Einwilligung der betroffenen Person ist, hat die betroffene Person das Recht, ihre Einwilligung jederzeit zu widerrufen.

 

Automatisierte Entscheidungen im Einzelfall einschließlich Profiling

(1)  Die betroffene Person hat das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung — einschließlich Profiling — beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die ihr gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt.

(2)  Absatz 1 gilt nicht, wenn die Entscheidung

a) für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen erforderlich ist,

b) aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen der Verantwortliche unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der betroffenen Person enthalten oder

c) mit ausdrücklicher Einwilligung der betroffenen Person erfolgt.

(3)  In den in Absatz 2 Buchstaben a und c genannten Fällen trifft der Verantwortliche angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie die berechtigten Interessen der betroffenen Person zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens des Verantwortlichen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.

(4)  Entscheidungen nach Absatz 2 dürfen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Artikel 9 Absatz 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Artikel 9 Absatz 2 Buchstabe a oder g DSGVO gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie der berechtigten Interessen der betroffenen Person getroffen wurden.

 

Bestehen eines Beschwerderechts

(1)  Jede betroffene Person hat unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, wenn die betroffene Person der Ansicht ist, dass die Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen diese Verordnung verstößt.